WiEfm bringt zweite Broschüre heraus

Die Energiewende in Deutschland wird ohne Wärmewende nicht gelingen. Eine fundierte kommunale Wärmeplanung sowie neue Wärmeprojekte wie das geförderten INTERREG-VA-Projekt „WiEfm – Wärme in der Euregio: fokussieren und modernisieren“ helfen dabei, diese Weichen langfristig richtig zu stellen. Gemeinsam mit seinen Partnern hat das Projektteam jetzt eine neue Broschüre herausgebracht. „Mit dieser zweiten Broschüre wollen wir zeigen, wie der Weg hin zu einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung aussehen kann. An konkreten Beispielen aus verschieden Bereichen stellen wir dar, was und wie die jeweiligen Interessierten mit einer guten Idee im puncto Wärmeversorgung in ihrer Region erreichen können und welche Schritte gegangen werden müssen,“ erklärte Projektleiter Prof. Dr. Christof Wetter vom Fachbereich Energie – Gebäude – Umwelt an der FH Münster. Am Donnerstag stellte das deutsch-niederländische Projektteam das neue Schriftstück vor und das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine 24 Seiten starke Broschüre mit 8 Projekten aus der Euregio. Bei dem Projekt „WiEfm“ arbeiten die niederländische Hochschule Saxion aus Enschede und die FH Münster gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise Borken, Coesfeld und Steinfurt sowie der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf und dem niederländischen Unternehmen kiEMT an einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung.

Mut machen und neue Wege zur Realisierung von Wärmeprojekten aufzeigen – das sind wichtige Ziele der neuen WiEfm-Broschüre, fasste Wetter zusammen. „Ob der Wärme-und Stromverbund Hummelbach in Nottuln als abgeschlossenes Projekt oder die General Wever Kaserne in Rheine als Beispiel für ein noch nicht realisiertes Projekt: Mit der Broschüre wollen wir zeigen, wie die konkrete Umsetzung im technischen Maßstab auf den Weg gehen kann.“ Dazu hat das Team unterschiedliche Beispiele aus der gesamten Projektregion gewählt, die sich jeweils in unterschiedlichen Projektstadien befinden. „Im Fokus steht dabei der Werdegang der einzelnen Unternehmen und Kommunen. Wir wollten nicht nur die fertigen Projekte darstellen, sondern auch deren Werdegang mit all seinen Anträgen, Aufgaben und mögliche Schwierigkeiten skizzieren. Denn nur so können wir voneinander langfristig und nachhaltig lernen,“ so Projektleiter Wetter.

Auch in der zweiten Borschüre steht der deutsch-niederländische Austausch an oberster Stelle. Deshalb hat sich das Projektteam bei der Gestaltung an den positiven Erfahrungen der ersten Auflage orientiert. „Der gesamte Inhalt ist sowohl auf Deutsch und als auch auf Niederländisch verfasst. Diese Methode hat sich schon bei der ersten Broschüre gut bewährt, da wir so viel mehr Interessenten in der Euregio erreichen“, sagte Jan de Wit vom Projektmanagement der Saxion Hogeschool in Enschede. „In der ersten Broschüre haben wir Best-Practice-Beispiele aus der Region gezeigt, um eine Idee zu geben, auf welche Art und Weise eine zukunftsfähige Wärmeversorgung realisiert werden kann.“ Dafür wurden erste bereits abgeschlossene Projektbeispiele gesammelt und mit Zahlen, Daten, Fakten aller Beteiligten dargestellt, so de Wit. „Ziel war also zu zeigen, welche Arten von Projekten es gibt, in denen eine zukunftsfähige Wärmeversorgung realisiert werden kann. Damit hatten wir eine wunderbare Grundlage gelegt, um mit der neuen Broschüre inhaltlich weiter in die Tiefe zu gehen.“

Die Broschüre kann ab sofort auf deutsch und auf niederländisch heruntergeladen werden.

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