Senden: Wärmenetz zur nachhaltigen Wärmeversorgung von Schulen

Lageplan der Schulen und weiterer potenzieller Anschlussnehmer

Projektbeschreibung

Im Zentrum der Gemeinde Senden liegen vier Schulen in unmittelbar räumlicher Nähe, welche zur Zeit durch Erdgas-Heizungsanlagen beheizt werden. Um diese alten Heizungsanlagen zu ersetzen, soll im Rahmen der Machbarkeitsstudie eine gemeinsame Lösung für eine zukunftsweisende Wärmeversorgung gesucht werden. Es bietet sich ein Nahwärmenetz mit einer gemeinsamen Heizzentrale an, welche mit regenerativer Wärme, bevorzugt aus Holzhackschnitzel, betrieben werden soll. Zudem werden weitere alternative oder ergänzende Systeme (Wärmepumpen, Solarthermie, BHKW) sowie die Einbindung weiterer Liegenschaften (Kindergärten, Pfarrheim, Kirche und Altenheim) in das Wärmenetz untersucht.

Potenzial für eine nachhaltige Wärmeversorgung
Die Gemeinde Senden hat bereits ein kleines Nahwärmeprojekt realisiert und somit einen ersten Schritt in Richtung nachhaltiger Nahwärmeversorgung getan. Mit der Anbindung der genannten Gebäude an ein Nahwärmenetz mit einer Versorgung aus erneuerbaren Energien würden auf Anhieb rund 23 % des kommunalen Wärmebedarfs von fossiler auf eine nachhaltige Versorgung umgestellt.
Weitere ca. 27 % werden bereits aus KWK- oder Biomasseanlagen bereitgestellt.

intelligente Betriebsweise
Ein zu groß ausgelegtes Netz führt zu höheren Wärmeverlusten, die stärker ins Gewicht fallen, als der verringerte Strömungswiderstand und damit geringere Stromverbrauch für den Medientransport.
Daher hat das vorliegende Projekt das Ziel, möglichst viel Wärme über einen kleinen Leitungsquerschnitt zu transportieren. Da der Großteil der Wärme innerhalb des geplanten Netzes von gleichartigen Gebäuden (Schulgebäude) benötigt wird, bietet sich eine intelligente, intermittierende Ladung von dezentralen Pufferspeichern an. Dadurch kann das Netz kleiner ausgelegt werden als es bei einer zeitgleichen Versorgung aller Gebäude der Fall wäre. Im Falle einer lang anhaltenden Phase mit sehr tiefen Minustemperaturen kann eine ausreichende Versorgung mit erhöhter Strömungsgeschwindigkeit oberhalb der Auslegung sichergestellt werden. Der Mehraufwand an Pumpleistung sollte gegenüber den reduzierten Wärmeverlusten sehr klein ausfallen zumal derartige Witterungsbedingungen in den letzten Jahren sehr selten auftraten.

In der Machbarkeitsstudie soll untersucht werden, wie ein derartiger intermittierender Betrieb realisiert werden kann, und zu welchen Mehrkosten (Speicher, Pumpenstrom) bzw. Einsparungen (Kosten Netz, Brennstoff, C02) dieser führt.

Kennzahlen

Endenergieeinsparung: 160 – 320 MWh/a
Erneuerbare Energiebereitstellung: 1.300 – 1.500 MWh/a*
CO2-Einsparung: 273,5 t/a (75%)*

* für den Bereich der vier Schulen

Machbarkeitsstudie

Kosten: 24.990,00 €
Förderung: 17.493,00 €
Laufzeit der Machbarkeitsstudie: Jan. – Jun. 2018

Antragsteller

Gemeinde Senden | Der Bürgermeister
Münsterstraße 30
48308 Senden
+49 (0) 2597 – 699 0
info@senden-westfalen.de
www.senden-westfalen.de

Durchführendes Unternehmen

BODE Planungsgesellschaft für Energieeffizienz mbH
Kesslerweg 20
48155 Münster
+49 (0)251 – 674 487 0
info@bode.ms
www.bode.ms

Abschlussbericht

Hier können Sie die Machbarkeitsstudie herunterladen.